Music | Beyoncé Lemonade

Dienstag, April 26, 2016

Beyoncé hat es wieder geschafft via Instagram ihre Bienchen mit wochenlangen Trailern, die an Michael Bay meets Hype Williams erinnern, anzufixen.
Was beim letzten Album iTunes war, ist jetzt viel einfacher wenn man neben seinem "Götter"-Gatten selbst Teilhaber einer Streamingplattform wie Tidal ist.
Linke Tasche, rechte Tasche und so.
Also mal schnell das Album ausschließlich auf Tidal streamen um das in Vergessenheit geratene Portal mal wieder schnell zu entstauben.



Es ist ein Visual Aesthetics Album.
Kurzum:

Der Fokus liegt auf den aufwendig inszenierten Videos.



Das Album teilt sich in "Privates" (je nachdem was Queen B als privat bezeichnet) und "Politisches".

Die Bienenkönigin scheint ihre Ehe und Elevator-Incidents zu verarbeiten und versucht so jeglichen Kratzer am Imagecouple zu beseitigen.
Ach ja, back to the Roots kommt heute auch noch ganz gut, da viele ihr vorgeworfen hatten, zu "weiß" zu werden.
Politik?
Da wird auch noch mal schnell über Mißstände aufgeklärt.
Superstylish und Weave on Fleek natürlich.



Nun muss ich fairerweise sagen, dass ich Kunst in jeglicher Form mit Tiefgang und politischen Statements, feiere.
Ich finde es super, dass Themen wie Rassismus und die Unterdrückung bzw. Geringschätzung der Frau aufgegriffen werden aber wirklich abkaufen kann ich es Beyoncé nicht wenn sie in 5000 Dollar Heels von den Mißständen in New Orleans singt während eine Audio-Aufnahme von Messy Mia (ein Comedian, der unter kuriosen Umständen starb nachdem er Hurricane Katrinas Post-Effects thematisiert hatte) läuft.
Auch die Mutter des 2012 auf offener Straße erschossenen Trayvon Martin erscheint im Visual Content und erzeugt Gänsehaut.
Es ist mehr als Musik was Beyoncé uns zeigen möchte, es ist ein Image einer aufklärenden, sich für die Welt einsetzende Beyoncé.
Der Beehive wird es ihr so oder so abkaufen.

Fangen wir mit den Songs an

01. Pray you catch me 
Ein ruhiger Song, der ein bisschen an Gospel erinnert und die Beyoncé von Halo widerspiegelt

02. Hold Up
Hört sich etwas leicht Reggaemäßig an und thematisiert die Liebe zu Jay-Z

03. Don't hurt yourself (feat. Jack White)
Erinnert etwas an Die another Day von Jack White und Alicia Keys.
Klingt völlig nach Jack White, düster und autotuned to the max.

04. Sorry
To the Left, to the Left, diesen Break-Up Song kennt nahezu jeder oder?
Heute ist es Sorry mit leichten mellow-tunes und eingängigem Beat wo eigentlich nur noch Nicki Minajs Einsatz fehlt.
Ich mag ihn irgendwie nach 4mal hören.

05. 6Inch (feat. The Weekend)
Der Song auf den ich am meisten gespannt war da Weekend entweder abliefert oder Trash liefert.
6Inch Heels als Symbol für Power einer Frau?
Ehrlich jetzt Beyoncé?
Weekends Part ist gut aber der Song ist durchschnittlich.

06. Daddy Lessons
Texas Countrysong mit sehr viel Gitarre und eine Ode an ihren Vater, Ex-Manager Matthew Knowles.
Was ist da los? Line Square Dancende Beyoncé mit Cowboyhut nach einem Song wie Sorry?

07. Love Drought
Synthesizer Lines und Beyoncés melodische Verarbeitung von Höhen und Tiefen (Eleeeevator-Love) einer Beziehung.
Irgendwie nervten mich diese Synthesizer Klimpereien.

08. Sandcastles
Oh eine richtige klassische Ballade.
Beyoncé singt in Klavierbegleitung und so kennen wir sie.
Emotionen in der Stimme und Minimalismus haben ihr schon bei Halo den Titel BalladenBeyoncé verschafft.
Toll.

09.Forward (feat. James Blake)
Ein Song der 1:19 (minute!) dauert und man sich dafür James Blake holt? 
Das kann nur Beyoncé. 
Aber James Stimme ist wunderschön.

10. Freedom (feat. Kendrick Lemar)
Mein Lieblingssong.
Beyoncé singt von der Unterdrückung der Frau und es hört sich wirklich wie ein Anthem an.
Dann noch Kendrick Lemar, der für soziale Gerechtigkeit kämpft und für mich einer der bedeutungsvollsten Rapper heutzutage ist, macht den Song perfekt.

11. All Night
Midtempo Nummer und irgendwie wird wieder die Liebe mit Highs and Lows besungen.
Eingängige Outkast-Beats aber so richtig von den Nikes haut es mich  nicht.

12. Formation
Ein Poweranthem indem Beyoncé sich zu ihrer Herkunft bekennt und gleichzeitig mit Illumaniten Gerüchten aufräumt.
Passend zur Black-History-Month wurde die Single released und mit Messy Myas Audio am Anfang, passte sie perfekt.
Einer der stärksten Songs auf dem Album.

Gesamtfazit
Sorry, Freedom und Formation sind die einzigen Songs, die mich überzeugen konnten.
Für mich als Destiny's Child Beyoncé-Fan ist so eine Entwicklung wirklich schmerzhaft, da ich immer Pro-Beyoncé war aber mittlerweile ist der Fokus auf Inszenierung gelegt. Politisches Engagement finde ich wirklich super aber das Musikalische darf dabei nicht vergessen werden.

Für alle, die sich Lemonade, also ihr Kurzfilm zum Album ,
angucken möchten->

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16 Kommentare

  1. Toller Post , ich liebe ja Beyonce ;)
    Mxxx❤️

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  2. Most interesting post I just read ... she is amazing singer :)

    http://ohladymania.blogspot.com/

    .

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  3. Ich liiiiebe Beyonce und muss mir unbedingt die songs anhören, ich hoffe das sie mir genauso gefallen wie die "Älteren" von ihr :)

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    1. Da bin ich echt gespannt...Let me know <3

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  4. Sehr schöne Zusammenfassung, ich werde mal bei Amazon reinhören. War aber in den letzten Jahren nicht mehr so begeistert von Beyonce.

    Liebe Grüße,

    Cristin

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  5. Ich finde es sehr gut, dass der Post so ausführlich, aber auch übersichtlich ist. Beyonce macht ja eh immer gute Musik! :)
    Bei mir läuft zudem eine Blogvorstellung - schau doch mal vorbei, wenn du magst! x
    Lara

    http://laraasophiie.blogspot.de/

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  6. Endlich mal was anderes als Schminke! Ich finde ihr Album nicht so gut wie ihr letztes aber muss dir bei dem Track mit Jack White widersprechen! Den find ich richtig geil

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    1. hahahah, ich find ihn echt sehr Jack White lastig und mag ihn nur bei den White Stripes...

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  7. Ich war vor einigen Jahren mal bei einem Casting und hatte mich mit einem Song von Beyoncé warm gesungen. Da bin ich echt an meine Grenzen gestoßen :)) Muss unbedingt mal wieder mehr Musik hören.

    Freue mich schon, wenn Du deine Lieblings-Outfits aus dem Monat April bei meiner Aktion

    Outfit des Monats

    verlinkst.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. :D ich finde Beyonce als Sängerin auch klasse <3

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  8. Ich bin so froh, dass das noch jemand so sieht wie ich. Ich finde es auch krass, in welche Richtung sich das alles entwickelt hat. Die hat mal so tolle Lieder rausgehauen und ich kann auch dieses Gangster-Getue auch so langsam nicht mehr ab :/

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    1. ja, das dangerously in love album habe ich so derbe gefeiert

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  9. Beyoncé ist einfach nur heftig. Eine unglaubliche Frau und so unfassbar schön..

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