Soulfood | Faktastisch

Sonntag, Februar 12, 2017

Danke liebe Vanessa für's Taggen und irgendwie ist dies dann doch der persönlichste Beitrag für mich.
Scheiß auf Dates und Hodenkobolde, vorher war mein Leben ereignisreicher!
Meine Kindheit bestand aus meiner Selbstfindung, die flexibler als diese Telefonschnurhaargummis war, und immer noch anhält.
Die Frage war nie:
Wer bin ich?
Sondern, wie viele?



1. Ich wollte Hulk sein.
Ich hatte als kleines Mädchen bereits meinen eigenen Fernseher und so lernte ich, dass ich alles sein kann was ich will.
Auch Hulk.
Doch wie werde ich grün?
Filzer!
Nach 20 Minuten kreativer Transformation, überraschte ich meine Mutter im Wohnzimmer und präsentierte stolz meine Hulkyness.
Mama sagte mir, ich werde nun immer grün bleiben und konnte somit auch nicht mehr She-Ra und Regina Regenbogen werden.
Unter einer Menge Seife, Seesand & Mandelkleie und Durchblutungsbürste befand ich Hulk Sein für doof.


2. Prinzessin He-Man
Meine Mutter war ein Hygiene-Fan, so dass ich bereits früh wusste:
Dreck, Schmutz, Bakterien sind die natürlichen Feinde der Menschen.
Rumtoben in der Werkstatt meines Onkels, ging klar. Seinen Killerhund Dino ärgern, der immer nur meinen Littlefoot beißen wollte, war ok.
Treppenstürzen mit 1 Jahr, konnte mir nix anhaben.
Regal auf dem Fuß? Gibt's halt Gips.
Ich war unsterblich!
Und das sollte auch so bleiben weshalb ich Dreck, Schmutz und Bakterien, die unheilige Dreifaltigkeit, mied.
Ich mied meine Enemies sogar so stark, dass ich bei jedem Sturz panisch meine Hände safe hinter meinem Rücken platzierte und so die Straße mit meinem Gesicht radierte.
Ich lernte hardway, dass Dreck, Schmutz und Bakterien mich nicht umbringen, sondern Phobien 'ne Scheiß Narbe unter'm Kinn hinterlassen können.


3. Ich konnte auch ein Vampir sein
Als Einzelkind und Prinzessin bereitete ich meinen Eltern viel Kummer und Sorgen.
Das war meine Aufgabe!
Ist es heute noch.
Some things never change.
Als ich 5 war litt ich verstärkt unter Bronchitis, Atemnot und der Inhalator war meine Geheimwaffe gegen meine blöde Lunge.
Meine Eltern änderten das Klima in jedem unserer Räume aber die Battles verlor ich dennoch.
Ein Lungenfachstümper [ja, die Grenzdebilen in Weiß gab es damals schon] hielt meinen Eltern ein Röntgenbild meiner Lunge vor die Nase und zeigte wortlos auf einen schwarzen Fleck.
Surprise Surpise, Loch in der Lunge.
Der Tod naht.
Wem sollte ich meine Matchbox und Barbiesammlung vererben?
Und meine Michael Jackson signierte Tonne?
Oops Mama und Papa sind völlig fertig.
Ob sie die haben wollen?
Doch Mama wäre nicht die beste Mama in der Welt wenn sie nicht auch noch den Tod in den Hintern tritt.
Don't mess with my mama.
Und so gab es für mich einen Ostseeurlaub mit viel Strandspaziergänge, abgezapftes Blut mit Ozon angereichert und ich durfte Vampir sein.
Jeden Tag musste ich mein Superblut von meinem Handrücken ablecken, Zähne waren mir ja leider noch nicht gewachsen.
Sie kamen auch irgendwie nie aber dafür auch nie wieder die Lungenbeschwerden aus meiner Kindheit.


4. Wendy konnte ich nicht sein
Jedes Mädchen liebt Pferde.
Und auch ich wollte Pferde lieben also ging es zum Reiterhof mit meinen Eltern.
Zarte 6 Jahre und inmitten von Pferden durfte ich mir eins von den wunderbaren Geschöpfen aussuchen.
Es wurde ein Braunes.
Im Sattel fühlte ich mich großartig, die Welt lag mir zu Füßen, so sollte es immer sein. 
Nur die Zügel durfte ich nicht bewegen, das machte mein Untertan neben mir scheinbar nicht gut, denn das Pferd ging durch und warf mich aus dem Sattel.
Mein Schutzengel aber sorgte dafür, dass meine rosa Lackschühchen im Steigbügel klemmten, so dass ich "nur" nebenher mitgeschliffen wurde.
Panik machte sich auf dem Reiterhof breit und 2 Leute fingen das Pferd ein.
Am dem Tag lernte ich eins:
Nie unfähige Untertanen einstellen!
10 Jahre später versuchte ich mein Glück nochmal auf einem Pony.
Resultat:
History does repeat itself und eine Gehirnerschütterung.
Ich lernte endgültig:
Pferde lieben mich nicht.


5. Young It-Girl
Fashion-Bloggerin? Pff, shit ich war sowas wie die Pionierin!
Ich hatte damals schon meine Personal Shopperin namens Mama und wusste genau was ich wollte.
Auffallen!
Bunt sein!
Rosa, Glitzer, Bunt, Sonnenbrillen.
Ich wollte Alles.
Damals gab es aber leider keine Kiddie-Abteilung bei H&M [Ja, da gehe ich heute immer durch und weiß warum Gott mir keine Kinder schenkt. Meine Kinder bräuchten ein Ankleidezimmer!!!] und so musste meine Personal Shopperin kreativ sein.


Und auch in der Schulzeit entdeckte ich meine Liebe zu Leo und Piercings.
Buffalos in einer Farbe? Ging gar nicht!
Sie mussten zum Outfit passen und so beschloss ich Spice Girl zu werden.
Doch als Spice Girl braucht man ebenso coole Görls und so beschlossen meine Freundinnen und ich eine Girlgroup zu gründen.
Der Name wurde zwischen Mathe und Geschichte abgestimmt.
Elope!
Nach der Schule stiegen wir 4 in die Bahn und fuhren schnurstracks ins angesagteste Tonstudio Hannovers wo vorher Tom Jones etc einsang.
Horny Mousse T sagt bestimmt Einigen noch was.
Selbstbewusst, durch Buffalos 15 cm größer, boten wir großherzig an, dass wir unser Album dort aufnehmen würden.
Wir waren zu fresh und cool, sie zu spießig und es gab nie ein Album.


Vielleicht war ich doch für die dunkle Seite bestimmt?
Schließlich war ich ja auch mal Vampir!
Also betete ich Marilyn Manson an und griff zu weißer Theaterschminke.



6. Ich konnte Geisterjäger werden
Andere 16-jährige brachten Jungs mit nach Hause, ich Geister.
Mit 16 fing ich an mich mit Okkultem zu beschäftigen und entdeckte meine Liebe zu Aleister Crowley.
Ich betrog in meinen jugendlichen Gedanken zwar Tupac aber vielleicht konnte ich mit ihm im Jenseits sprechen?
Das Necronomicon und die Bücher Moses (6-9) zogen ein, schließlich musste ich wissen wie man dem Teufel seine Seele verkauft und wie es mit Jesus nach seiner Kreuzigung weiter ging.
Alles Verbotene hat mich gereizt und aufgrund meiner Familiengeschichte war ich schon als Kind empfänglicher für Übernatürliches.
Meine Freundin war verliebt und anstatt Kai Pflaume suchte ich Leah Levine auf.
Die Hexe war cool und schickte mich mit farbigen Kerzen auf meinen magischen Weg.
3 Haare des Auserwählten und 2 Wochen später knutschten sich nicht nur die Kerzen.
Aber ich konnte immer noch nicht mit Tupac sprechen also musste ein Ouija-Board her.
An einem Wochenende bei meiner Schulfreundin probierten wir es aus.
Zuerst Titania's Orakel was mir Liebesflauten und Kinderlosigkeit prophezeite. 
Wir bastelten ein Ouija-Brett, rudimentär mit Papier, Filzer und umgedrehtem Shotglas.
Finger auf's Glas und die lustige Fragerunde begann.
Irgendwann hatten wir Angst weil das Glas ziemlich schnell über die Buchstaben huschte und keiner dem anderen mehr die Schuld dafür gab.
Also tat ich was ich als Unwissende tun musste:
 das Dümmste überhaupt.
Messer in's Glas um den Geist zu "befreien".
In dem Moment platzte auch Glas meiner Uhr [RIP Cartier] und ich bekam sofort meine Erdbeerwoche.
Zuhause angekommen entdeckte ich einen riesen Kratzer auf meinem kompletten Unterarm und verzeichnete es als Zufall.
Unheimliche Nächte später und um Papa, der überall irgendwelche Gestalten sah, zu schützen, erzählte ich Mama davon.
Mama besorgte Bergkristalle und warf den ungebetenen Gast wieder raus.
Ab da ging ich vorsichtiger mit Energie um und fand meine Liebe zur Philosophie.



Es sind jetzt 6 Facts geworden, sorry!

Cella
Alisa

5 Momente aus der Kindheit zu erzählen

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5 Kommentare

  1. Hahaha das sind ja lustige Momente! Danke fürs Taggen! Dann werde ich mal schauen welche 5 Momente ich nehme, wird echt schwer sein sich zu entscheiden :)
    Liebe Grüße Nelly Ray <3

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  2. Hey,
    das hast du echt mega witzig geschrieben, hat Spaß gemacht zu lesen :D
    Hab noch einen schönen Sonntag!
    Viele Grüße
    Juli von Lebenlautundleise

    GEWINNSPIEL

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  3. Ich lieb deine genialen Posts, du schreibst immer so toll :)
    Da hast du ja einige Phasen durchlebt :) Aber das ist alles ganz normal.

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  4. Vielen Dank fürs taggen, liebes! Der Tag ist echt klasse und mal was anderes. Deine Kindheitsfotos sind super süß und mit deinem Schreibstyl war das echt ein amüsanter Einblick in deine Kindheit :D Dann werde ich mal in den nächsten Tagen alte Familienfotos rauskramen und mir Geschichten von meiner Mum anhören :)

    LG Cella❤️ | Hier geht's zu meinem Blog

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  5. Vielen lieben Dank fürs taggen. Da mache ich doch gerne mit. :-)
    Und was für ein toller Post mit tollen Kinderfotos von dir. Und besonders diese letzte Story ist ja ganz schön gruselig... :-/

    Liebe Grüße,

    Cristin

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